Realisierungsworkshop "Statt_Angst_Loch" im Quartier Hafen
Die Arbeitsgruppe "Brücke", die aus dem Nachbarschaftsforum Schützenstraße heraus gebildet wurde, führte im Juni 2005 eine mehrtägige Werkstatt zur Neugestaltung der Eingänge in die Nordstadt im Quartiersbüro Hafen durch. Ziel war es, die Unterführungen zur Nordstadt als Bindeglied und Transitraum aufzuwerten. Das dunkle und laute "Angst_Loch" sollte als Verbindungselement auch für Fußgänger neu inszeniert werden. Gleichzeitig sollten die Zugänge zur Nordstadt in einer neuen qualitätsvollen Gestalt in Erscheinung treten. In Zusammenarbeit mit den Anwohnern wurden die studentischen Arbeiten von Hochschullehrern der Hochschulen aus Dortmund und Duisburg-Essen betreut, diskutiert und bewertet. Hierbei zeigte sich, dass neben anderen Gestaltelementen das Medium Licht als bedeutungsvolles und primäres Gestaltungsmittel verwendet wurde.
Als zweiten Schritt soll nun eine weitere, praxisorientierte Werkstatt mit Überprüfungs-/ Realisierungslichtprobe veranstaltet werden. Ziel der Realisierungswerkstatt ist es, die studentischen Arbeiten auf die konkrete Situation vor Ort anzuwenden. Eine medien- und öffentlichkeitswirksame Lichtprobe soll einen Übergang zur permanenten Auflösung des "Angst_Lochs" ebnen. Die Unterführung an der Schützenstraße bildet hier gewissermaßen das Pilotprojekt für die insgesamt fünf Unterführungen dar. In dem ersten Part der Realisierungswerkstatt am 18.05.2006 entwickelten die Studenten gemeinsam mit Bewohnern des Quartiers die Ergebnisse der Planungswerkstatt 2005 weiter und erreichten so eine umsetzbare Gestaltungsgrundlage. Der erarbeitete Entwurf sieht folgende Aspekte vor: Trennung der Verkehrsarten (fließender Verkehr optisch abgetrennt vom Rad- und Fußverkehr); Formulierung des Ein- und Ausgang der Unterführung; Übergang innerhalb der Unterführung (Brücken / Tunnel); Gestaltung der Tag - / Nachtsituation um so die Unterführung als solche, als Identifikationsobjekt und Eingang in die Nordstadt darzustellen. Mit Hilfe von leichtem Beleuchtungsmaterial wurde im gebauten Umfeld die Wirkung von Licht und Bautechnik, Licht und Schatten, Licht und Farbe überprüft und die Ideen aus dem zuvor geschalteten Workshop ein erstes Mal visualisiert. Dieser Workshop dient als Grundlage der im September 2006 stattfindenden Lichtprobe, bei dem die Unterführung eine mehrtägige Beleuchtung erfahren wird und somit dargestellt werden kann, was durch eine Gestaltung mit Licht in Bezug auf Aufenthalts- bzw. Durchgangsqualität erreicht werden kann. Mit diesem Event wird die permanente Auflösung des Angstlochs beginnen. Finanziert wird dieser Workshop durch Mittel der Städtebauförderung, der DEW, der Bezirksvertretung Innenstadt Nord, dem Spar- und Bauverein und zwei privaten Hauseigentümer in der Dortmunder Nordstadt (Frau Dr. Hetmeier und Herr Schmitt) und einem Mitglied des Nachbarschaftsforums Schützenstraße (Herr Schwinn).







