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3. Juli 2026

MietenstoppAktionstag 2026: Die Mieten sprengen den Rahmen

Nord, Süd, Ost, West – im ganzen Dortmunder Stadtgebiet sprengen die Mieten den Rahmen. Preise in Höhe von bis zu 16 Euro pro Quadratmeter am Hafen oder 11,40 Euro im Brunnenstraßenviertel stechen heraus.

Vergleiche mit den Durchschnittsmieten zeigen: Selbst Wohnungen, die auf den ersten Blick günstig wirken, liegen häufig über den in den jeweiligen Quartieren in 2025 geforderten Quadratmeterpreisen– und das sogar deutlich: im Hafen beträgt die durchschnittliche Miete 8,50 ¤/m² und im Brunnenstraßenviertel 7,50 ¤/m². Wohlige Wärme herrscht oft nur auf dem Konto des Vermieters und statt fair zu wohnen zeigen die Anzeigen oft, dass eher Vermieter verwöhnt werden. Hinzu kommt, dass von Mieterhöhungen und Verdrängung Betroffene sich von der Politik und Verwaltung allein gelassen fühlen und sich selbstständig wehren müssen, wie unlängst in der Chemnitzer Straße und in Westerfilde.

Als Teil des Bündnisses Mietenstopp fordern wir deswegen eine Begrenzung der Mieterhöhungen für sechs Jahre, eine scharf geschaltete und wirksame Mietpreisbremse, die auch Mietwucher bestraft, sowie ein sozialverträglich gestalteter Klimaschutz bei energetischen Gebäudesanierungen.

Doch dies reicht noch längst nicht aus: gemeinwohlorientierter Wohnungs(neu)bau, bezahlbarer Wohnraum, starke kommunale Wohnungsunternehmen und ein Vorkaufsrecht für Kommunen – mindestens dies ist noch nötig, um eine Wende hin zu einer sozialen Wohnraumpolitik zu ermöglichen.

Datenquellen: ImmoScout 24.06.2026, Dortmunder Wohnungsmarktbericht 2025

 

Diese Aktion zum bundesweiten Mietenstopp-Aktionstag findet im Rahmen der vom MKJFGFI geförderten Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit der Planerladen gGmbH gemeinsam mit dem Mieterverein Dortmund und Umgebung e.V. statt.