19. Januar 2010 Grundsatzentscheidung zum Antidiskriminierungsrecht: Sieg auf ganzer Linie beim ersten Wohnungsmarktfall
Das OLG Köln spricht dunkelhäutiger Familie 5000 EUR Entschädigung wegen Diskriminierung bei der Wohnungssuche zu. Der Planerladen e.V. setzt sich seit 1997 im Rahmen des Antidiskriminierungsprojektes im Wohnbereich für die Gleichbehandlung von Migranten auf dem Wohnungsmarkt ein. Untersuchungen des Planerladen – wie ein telefonisches „Paired Ethnic Testing“ – haben gezeigt, dass ein Fünftel der Vermieter Mietinteressenten nichtdeutscher Herkunft benachteiligen.
15. Januar 2010 Erfahrungsaustausch zwischen Dortmund und Chicago
Der Planerladen e.V. hat zum Jahresbeginn Besuch aus Chicago erhalten: Über die TU Dortmund, Fakultät Raumplanung, Fachgebiet Raumplanung in Entwicklungsländern wurde ein Kontakt zum Center for Metropolitan Chicago Initiatives (CMCI) hergestellt. Die geschäftsführende Direktorin (Executive Director) Mrs. Sylvia Puente ließ sich von Prof. Dr. Reiner Staubach über die Entstehung und Aktivitäten des Planerladen informieren. Schwerpunktmäßig interessierte sie das Antidiskriminierungsprojekt und die Integrationsarbeit im Stadtteil.
12. Januar 2010 Minarett-Verbot in der Schweiz setzt auch Debatte in Deutschland in Gang
Die Schweizer Bevölkerung hat sich in einer Volksabstimmung mit 57,7 % überraschend für ein Minarett-Bauverbot ausgesprochen. In den ländlichen Regionen ist die Ablehnung besonders hoch (zwei Drittel Befürworter), während in Großstädten wie Zürich, Bern, Genf und Basel die Bevölkerung ebenso wie in der französischsprachigen Schweiz mehrheitlich gegen das Verbot gestimmt haben. Das Abstimmungsergebnis regt Diskussionen in anderen Staaten wie auch in Deutschland an.
12. Januar 2010 Laut einer Meinungsumfrage der Europäischen Kommission macht jeder 6. Europäer Diskriminierungserfahrungen
In dem im November 2009 veröffentlichten Eurobarometer Spezial 317 der Europäischen Kommission wurde wieder die Lage der Diskriminierung in der EU in Augenschein genommen: Die am meisten verbreitete Form stellt in Deutschland mit 54% (EU27: 61%) die Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft dar, gefolgt von Alter (48%, EU27: 58%) und Behinderung (43%, EU27: 53%).
11. Dezember 2009 6. Weihnachts-Tombola der Interessengemeinschaft Schützenstraße kam bei den Kids gut an
Im Quartiersbüro Hafen war am Freitag, den 11.12. ab 15 Uhr die Hölle los. Zusammen mit der Interessengemeinschaft Schützenstraße organisierte das QM-Büro Hafen einen bunten Nachmittag für Kinder und Eltern. Die Kinder wurden mit Speis und Trank versorgt
9. Dezember 2009 Planerladen berät im Rahmen eines Workshops Berliner Wohnungsgenossenschaften in den Bereichen Antidiskriminierungsarbeit und Konfliktvermittlung
In Kooperation der Senatsverwaltung Stadtentwicklung der Stadt Berlin und des Büros Urban plus fand zusammen mit vier Wohnungsgenossenschaften ein projektübergreifender Workshop unter dem Titel „Gender & Diversity“ zum Erfahrungsaustausch und zur Beratung statt.
8. Dezember 2009 Immer noch Nachbesserungsbedarf beim AGG
Die EU Kommission fordert von der deutschen Bunderegierung eine rechtskonforme Umsetzung der Antidiskriminierungsrichtlinien im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz. Das Vertragsverletzungsverfahren, das gegen Deutschland läuft, befindet sich seit Ende Oktober in der zweiten Stufe: Die EU-Kommission fordert dadurch die Bundesrepublik nachdrücklich auf, das AGG gemäß der beiden Antidiskriminierungsrichtlinien nachzubessern.






