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26. Oktober 2009

Türkische Kinderbuchautorin zu Gast in Dortmund - Das Leseprojekt "Oku bakayım! – Lies mal!" fand zum elften Mal statt

"Oku bakayım!", zu deutsch, "Lies mal!", hieß es wieder am 26.10.2009 um 12.50 Uhr in der Oesterholz-Grundschule und um 14.30 Uhr im Roto-Theater mit den Schüler/innen der Lessing-Grundschule in der Dortmunder Nordstadt. Seit dem Projektstart ist Oberbürgermeister Ullrich Sierau der Schirmherr des Leseprojektes, der auch einige einleitende Worte an die jungen "Leseratten" richtete. Als Vorleserin konnte die Kinderbuchautorin Aytül Akal für das Leseprojektes "Oku bakayım! / Lies mal!" gewonnen werden. Sie las aus ihrem Buch "Der Elefant, der Masern hatte". In dem Kinderbuch geht es um einen kleinen Elefanten, der keine Lust auf die Schule hat. Da ist es ganz praktisch, krank zu sein. Kranke können ja gar nicht in die Schule gehen. Die Krankheit, die das Elefantenkind also plötzlich befallen hat, sind die Masern. Höchst ansteckend - Schulverbot. Doch alleine zu Hause verweilen, während die Freunde in der Schule ihren Spaß haben, könnte langweilig werden. Dann lieber doch zur Schule.

Das deutsch-türkische Leseprojekt, das vom Quartiersmanagement Hafen und dem Türkischen Elternverein Dortmund e.V. (DOTEV) ins Leben gerufen wurde, fand mittlerweile zum elften Mal statt. Rotierend werden die deutsch-türkischen Lesungen im zweimonatigen Rhythmus unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Ullrich Sierau an unterschiedlichen Grundschulen in der Dortmunder Nordstadt durchgeführt. Kinder, Eltern, Erzieher/innen, Lehrer/innen und weitere Interessierte nahmen die Einladung wahr. Diese Leseaktion fand im Rahmen der Buchmesse Ruhr statt. Das Quartiersmanagement Hafen veranstaltete das Leseprojekt in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Dost Kitabevi und dem Türkischen Elternverein Dortmund e.V. (DOTEV), der seit über sieben Jahren daran arbeitet, die Probleme von türkischen Kindern und Jugendlichen im (vor-)schulischen Bereich zu lindern. In der Förderung von Mehrsprachigkeit und der Pflege einer interkulturellen Erziehung sieht DOTEV wichtige Grundvoraussetzungen für die Entwicklung von gegenseitigem Respekt sowie die Gewährleistung eines vorurteilsfreien, friedlichen Zusammenlebens. Das Leseprojekt wurde im letzten Jahr mit dem Deutschen Vorlesepreis in der Kategorie "Förderung durch Integration" ausgezeichnet.